12.08.2019Abschlussfeier an der Landesfinanzschule

175 Zeugnisse übergeben

Staatssekretärin Daniela Trochowski bei der Übergabe der Zeugnisse an die Brandenburger Absolventinnen und Absolventen © FHF Fotopool

Am Freitag, den 9. August haben 175 Finanzwirtinnen und Finanzwirte nach ihrer zweijährigen Ausbildung an der Landesfinanzschule Brandenburg ihr Abschlusszeugnis erhalten. 32 davon verstärken ab sofort Brandenburgs Finanzämter; 121 hat das Land Berlin, zehn das Land Sachsen-Anhalt und weitere zwölf das Bundeszentralamt für Steuern an der Schule in Königs Wusterhausen ausbilden lassen. Die Brandenburger Landesfinanzschule besitzt eine überregionale Bedeutung, da sie die Ausbildungsstätte für die Steuerbeamtinnen und Steuerbeamten aus diesen drei Bundesländern und für die Bundesbehörde ist. Deutlich sichtbar war diese überregionale Bedeutung auch bei der feierlichen Abschlussveranstaltung, bei der Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski sowie die  Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner Berlin, Sachsen-Anhalt und vom Bundeszentralamt für Steuern den frisch gebackenen Finanzwirtinnen und Finanzwirten gratulierten. „Mit dem Bestehen der Laufbahnprüfung haben Sie gezeigt, dass Sie über das notwendige theoretische Steuerrechtswissen verfügen und in der Lage sind, die anstehenden beruflichen Herausforderungen zu meistern“, sagte Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Trochowski in ihrer Rede an die Absolventinnen und Absolventen gerichtet. Dabei helfe auch die Digitalisierung, die natürlich auch vor der Steuerverwaltung nicht Halt mache. „Ganz im Gegenteil, verfügen wir doch über ein bundesweit hoch entwickeltes IT-System. Eine am Risiko orientierte Auswahl hilft uns, die richtigen Fälle zu prüfen und wirtschaftliche Schwerpunkte zu setzen. Und für alle Steuerbürgerinnen und -bürger gleichermaßen gerecht zu prüfen, so
wie es das Grundgesetz verlangt. Die IT ersetzt nicht Sie als Fachexpertinnen und -experten, sondern unterstützt Sie bei Ihrer Arbeit. Ich wünsche mir, dass es Ihnen gelingt, bei der Anwendung der rechtlichen Regeln stets daran zu denken, dass es sich um echte Lebenssachverhalte handelt, mit Augenmaß zu urteilen und Ihren vernünftigen Menschenverstand einzusetzen.“ 
Bevor die 175 Absolventinnen und Absolventen ihr Zeugnis in Empfang nehmen konnten, lag noch eine letzte Hürde vor ihnen – die mündliche Laufbahnprüfung. In neun Prüfungsausschüssen stellten sie sich Steuerrechtsfragen, die die Bürgerinnen und Bürger besonders häufig bewegen, beispielsweise ob Trinkgelder versteuert werden müssen, die mit Karte bezahlt werden, oder wie die Rente besteuert wird. Am Ende schlossen fünf Absolventinnen und Absolventen die Ausbildung mit der Note „sehr gut“ ab, darunter je zwei aus Brandenburgs und Berlins Finanzverwaltung sowie einer aus der sachsen-anhaltinischen Finanzverwaltung.
„In nur zwei Jahren werden unsere Schülerinnen und Schüler durch die intensive Betreuung in den Finanzämtern und an der Landesfinanzschule zu kompetenten Finanzbeamtinnen und Finanzbeamten“, hob die stellvertretende Schulleiterin, Susanne Bittighöfer, den Charakter der dualen Ausbildung hervor. Sie betonte, dass „die Ausbildung auf Augenhöhe erfolgt: Von Anfang an legen alle an der Ausbildung Beteiligten viel Wert auf eine Lern- und Ausbildungsatmosphäre, die es jeder und jedem einzelnen Auszubildenden ermöglicht, sich voll einzubringen. Wer einen gemeinnützigen Beruf ergreifen möchte und Freude an der Lösung von
rechtlichen Fragestellungen hat, ist herzlich eingeladen, sich mit den Inhalten des Berufs vertraut zu machen.“

Abschlussveranstaltung LFS 2019 02

Letzte Aktualisierung: 12.08.2019

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